Olaf Meulenberg
Hallo liebe bekannte und unbekannte Besucher unserer schönen Homepage.
Ich freue mich, dass ich mich hier unter der Rubrik „Mitgliederportraits“ auch verewigen darf. Geboren wurde ich am 27.01.1967 im Herzen des Ruhrgebietes (Gelsenkirchen). Ich bin mittlerweile seit 23 Jahren im öffentlichen Dienst beschäftigt und davon bereits 16 Jahre als Verwaltungsbeamter im Gesundheitsamt der Stadt Gelsenkirchen. Sportliche Betätigung wurde glücklicher Weise bereits im Elternhaus groß geschrieben, so dass ich die Chance bekam, mich in vielfältigen Sportarten umzusehen und schließlich eine Wettkampfkarriere als Leichtathlet startete. Mit entsprechendem Trainingsfleiß und einem klein bisschen Talent konnte ich hier bis zu meinem 20. Lebensjahr mehrere Titel bei Landesmeisterschaften und Endkampfplatzierungen bei Deutschen Leichtathletikmeisterschaften erringen.
Leider hatte ich damals nicht die Möglichkeit ein Karatetraining aufzunehmen, obwohl mich bereits seit früher Kindheit die Kampfsportgrößen Bruce Lee, Chuck Norris und Jacky Chan mit ihren Künsten begeisterten.
Während meiner Bundeswehrzeit kam ich dann in Kontakt mit dem koreanischen Kampfsport Tea-Kwon-Do, wobei hier bereits deutlich wurde, dass mir mein jahrelanges Leistungssporttraining mehr als zu Gute kam und ich mich schnell weiter entwickelte.
Trotzdem war es schon damals mein erklärtes Ziel, mich in der traditionellen Kampfkunst Karate, mit der ich mich bereits inhaltlich und philosophisch auseinandersetzte, zu üben.
Ende 1991 besuchte ich dann endlich einen Anfängerkurs, der durch einen im Wohnort befindlichen Karateverein angeboten wurde und nahm begeistert das Training auf.
Da ich schon damals nicht mehr an einer Wettkampfkarriere im Karate interessiert war, obwohl mir – im Rahmen meiner zeitlichen Ressourcen - auch heute noch ein wohldosiertes, tägliches Training große Freude macht, suchte ich mehr nach dem Do in dieser Kampfkunst.
Neben dem Training im Heimdojo besuchte ich sehr interessiert Lehrgänge und Trainingseinheiten, die durch den damaligen Bundestrainer Hideo Ochi durchgeführt wurden und versuchte mehr über die Hintergründe der Kampfkunst zu erfahren.
So kam es, dass ich es nach knapp 2 ½ Jahren Karatetraining zum 4. Kyu gebracht hatte.
Leider musste ich nach dieser kurzen Zeit aus familiären und beruflichen Gründen mein Training herunterfahren und begnügte mich für eine lange Zeit lediglich mit Lauftraining und „Muckibude“. Trotzdem merkte ich, dass mir irgendetwas mächtig fehlte und so ganz brach der Kontakt zu einigen Karatetreibenden in dieser Zeit auch nie ab.
Es sollten jedoch 8 ½ Jahre vergehen, als es für mich klar war, dass es wieder zum Karate zurückgehen muss, wobei ein starker Motivationsfaktor auch das Interesse meiner beiden Kinder war, wieder zu beginnen.
Ich hatte tatsächlich den Eindruck, nie weg gewesen zu sein und nach ein paar Anfangsschwierigkeiten war man wieder schnell in der „Karatefamilie“ drin und die Trainingsumfänge stiegen mit dem Interesse proportional an.
Irgendwann kam bei mir jedoch das Gefühl auf, dass ich mich im Heimdojo nicht oder zumindest zu wenig in die Richtung entwickeln könnte, die mir seit langem vorschwebte: Karate als Breitensport und Gesundheitsförderung!
Karate soll für mich Ausgleich zu meinem Alltag darstellen und dem Schöpfen neuer Lebensenergie dienen. Ich mache Breitensporttraining und versuche, den von mir trainierten Karatekas das gleiche mitzugeben, was ich vom Karate habe. Das heißt einen Ausgleich zu finden und Lebenskraft und Vitalität zu gewinnen. Wichtig ist für mich sowohl die Grundschule, das richtige Ausführen der Techniken, als auch die Geheimnisse der Kata zu entschlüsseln und ihre Anwendungen zu erkennen. Ganz wichtig ist hierbei das Empfinden der Techniken. Mehr nach innen schauen als nach außen und versuchen, eine Einheit mit sich selbst zu finden, das ist für mich entscheidend.
So kam es, dass ich mich mit meinem Sohn nach Bochum aufmachte und darum bat, bei Bernd und Tim trainieren zu dürfen. Dieses kam schließlich nicht nur mir zu Gute, sondern auch Christian, der schnell eine recht erfolgreiche Wettkampfkarriere erzielen konnte, leider aber schon zu lange eine „schöpferische“ Pause einlegt. Während Christian Titel bei Landesmeisterschaften und Turnieren sammelte bzw. bei Deutschen Meisterschaften startete, konzentrierte ich mich auf meine persönliche Weiterentwicklung unter Bernd und freute mich mehr als über alle Wettkampferfolge, als ich schließlich aus seinen Händen meine DAN-Urkunde erhielt.
Hierbei war es von vornherein klar, dass hiermit erst der Weg zum Karate-Do begonnen hatte und während ich bei jeder Trainingseinheit vom umfangreichen Wissen unseres Senseis profitieren darf, eröffnet sich ein breites Spektrum an Aus- und Weiterbildungen im Karate, die mich auf meinem persönlichen ebenfalls Weg weiter bringen.
Auch hierbei kann ich nur all zu deutlich feststellen, dass man durch das profunde Wissen unseres Senseis auf allen Lehrgängen profitieren kann. Man muss ihn nur fragen, dann wird einem schon geholfen ☺
Mein persönlicher Wunsch ist, bei stabiler Gesundheit noch lange den Weg des Karate gehen zu dürfen und hierbei am liebsten genau so lange von unserem Meister begleitet zu werden. Leider wird einem irgendwann einmal bewusst, dass ein Menschenleben nicht ausreicht, um Karate mit all seinen Facetten wirklich zu begreifen.
Neben all dem Spaß und der Erfüllung, die mir das Karatetraining gibt, konnte ich mir im letzten Jahr einen ganz besonderen Wunsch erfüllen und das Mutterland des Karate besuchen, wobei es ein ganz bewegender Augenblick für mich persönlich war, als ich mich am Grab des Gründervaters unseres Shotokan-Stils, Gichin Funakoshi, fotografieren ließ. Deswegen war es mir ein ganz besonderes Anliegen, diese Bild meinem Portrait beizufügen.